Über die menschenverachtende Realität der Deutschen Rentenversicherung
Gastbeitrag von Josef Schöftenhuber, A.S. Consulting
In die Steuerpflicht geschoben
Mit der Rentenerhöhung zum 1.7.2026 steigen nicht nur die Bezüge von Millionen Rentnerinnen und Rentnern, sondern auch die Steuereinnahmen des Staates. Durch die höheren Renten überschreiten bis zu 115.000 Menschen erstmals den steuerlichen Grundfreibetrag und werden damit einkommensteuerpflichtig. Für den Staat bedeutet dies zusätzliche Einnahmen in Höhe vieler Millionen! Die Steuerzahlungen der Rentner steigen mit der neuen Rentenerhöhung um etwa 4,1 Mrd. EUR pro Jahr. Insgesamt müssen damit rund 6,7 Millionen Menschen in Deutschland Steuern auf ihre Rente zahlen.
Die gesamten jährlichen Einkommensteuerzahlungen von Rentnerinnen und Rentnern belaufen sich inzwischen insgesamt auf über 60 Mrd. EUR. Der Staat legt also eine „großzügige“ Brutto-Rentenerhöhung ins Schaufenster, von der er sich einen ordentlichen Teil über permanent steigende Steuerlasten wieder still einverleibt.
Gestern – heute – morgen!
Im Jahr 1965 finanzierten 5,5 Beitragszahler einen Rentner. Im Jahr 2025 mussten bereits 1,8 Beitragszahler einen Rentner finanzieren. Die Beitragseinnahmen reichen nur noch aus, um die Renten bis September des jeweiligen Jahres zu bezahlen, die Rentenzahlungen für die restlichen vier Monate müssen aus Steuergeldern erbracht werden. Der Staatszuschuss (aus Steuermitteln) an die Rentenversicherung betrug im Jahr 2025 fast 125 Mrd. EUR und machte damit den größten Einzelposten im Bundeshaushalt aus. Ein Viertel der gesamten Bundesausgaben fließt bereits jetzt in die Rentenversicherung. Pro Jahr werden durchschnittlich ca. 6.000 EUR pro Rentner aus Steuermitteln benötigt, um damit den Schein einer intakten Rentenversicherung zu suggerieren, die in Wirklichkeit komplett pleite ist. Nach aktuellen demografischen Prognosen liegt das Verhältnis Beitragszahler zu Rentner im Jahr 2030 bereits bei 1,5 zu eins; anno 2050 hat jeder Beitragszahler einen Rentner zu finanzieren.
Perfekter Sturm
Weitere belastende Faktoren, nicht nur für die Rentenversicherung, sondern für das gesamte Sozialversicherungssystem:
– extrem sinkende Geburtenrate,
– steigende Lebenserwartung,
– kommende Rentnerwelle durch Babyboomer,
– Plünderung der Sozialversicherungen durch Fremdleistungen,
– massiver Wegfall von Arbeitsplätzen (Beitragszahlern) durch KI,
– weiter steigende Inflationsrate durch ungebremste Neuverschuldung und dadurch Kaufkraftschwund bei Beitragszahlern und Rentner gleichermaßen sowie
– Zerstörung der privaten Altersvorsorgemaßnahmen, z.B. Versicherungen, privat oder betrieblich, durch Inflation und zu erwartende Pleiten von Versorgungsträgern.
Ernüchternde Zahlen
Der monatliche Bruttoverdienst in Deutschland lag 2025 bei durchschnittlich 4.150 EUR. Das ergibt eine Nettoauszahlung mit Steuerklasse drei von 3.004 EUR und mit Steuerklasse eins von 2.646 EUR. Bei einem aktuellen Alter von 40 Jahren erhalten sie dann mit 67 Jahren eine Brutto-Regelaltersrente von 1.893 EUR. Diese wird noch gemindert durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie durch die Einkommensteuer. Betrachten wir die Kaufkraft der Rente, zum Renteneintritt in 27 Jahren, bei einer angenommenen echten Inflationsrate von 5% pro Jahr, dann liegt diese bei knapp 500 EUR. Zusammengefasst: Nettogehalt jetzt 3.004 EUR, Bruttorente in 27 Jahren 1.893 EUR, inflationsbereinigt unter 500 EUR. Sollte man in Miete wohnen, mit z.B. 700 EUR Miete pro Monat, sind das bei einer durchschnittlichen Mietsteigerung von 1% pro Jahr in 27 Jahren 917 EUR Miete. Es stellt sich die Frage, womit dann Lebensmittel, Energie, Kleidung etc. bezahlt werden sollen. Auch ohne Doktortitel erkennt man, dass dies eine nicht zu lösende Herausforderung ist. Denken Sie einen Augenblick über diese Zahlen und die Konsequenzen für jeden Betroffenen nach – das ist nämlich das traurige Ergebnis von 45 Jahren Arbeit in Deutschland!
Institutionalisierte Verantwortungslosigkeit
Alle verantwortlichen politischen Akteure in Deutschland kennen diese Fakten und unternehmen … nichts! Das unverantwortliche Ignorieren dieser Tatsachen und das Verzögern von grundlegenden Reformen durch die Politik führt uns bereits in wenigen Jahren unausweichlich in ein Rentendesaster und eine nie gekannte Dimension der Altersarmut in Deutschland. Wollen Sie nicht zu den Leidtragenden dieser politischen Ignoranz werden, ist es an der Zeit, umgehend in die Eigenverantwortung zu kommen und die Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen.
Gerne zeigen wir Ihnen in einer kostenlosen Erstberatung, wie Sie, unter Ausnutzung von angewandter Finanzintelligenz, ein gesicherte, private Altersvorsorge aufbauen. Ihr Vermögenschutzteam der A.S. Consulting aus Liechtenstein.
Josef Schöftenhuber ist Geschäftsführer der Active SYNERGIE CONSULTING LTD. mit Sitz in Liechtenstein, welche mit ihrem Spezialistenteam in Bezug auf länderübergreifenden Vermögensschutz berät. Informationen unter: www.asconsulting.li


