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„Griechenlandisierung“

Als Griechenland 2010 unter den Rettungsschirm flüchten musste, war die Diagnose schnell gestellt: ein aufgeblähter Staatsapparat, eine schrumpfende produktive Basis und ein Haushalt, der sich nur mit wachsenden Schulden darstellen ließ. Deutschland gab damals gern den strengen Lehrer, aber jeder mit einem Funken wirtschaftlichen Sachverstand konnte erkennen, dass die viel beschworene Nachhaltigkeit bei diesem Finanzgebaren nicht gegeben war. Gut 15 Jahre später lohnt ein Blick ins Klassenbuch.

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Mehr über den Artikel erfahren „Hinter den Kulissen von Paris“
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„Hinter den Kulissen von Paris“

Mit der Ewigkeit ist das so eine Sache. Ihre Halbwertszeit ist besonders dort kurz, wo sie beschworen wird. So hätte sich das De-Beers Diamantenkartell Central Selling Organisation (CSO) bei Platzierung der inoffiziellen Konzernhymne „Diamonds Are Forever“ im gleichnamigen James-Bond-Film 1971 nicht träumen lassen, dass der Markt dereinst von synthetischen Steinen aus China und Indien überschwemmt würde.

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Mehr über den Artikel erfahren Die Welle rollt weiter
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Die Welle rollt weiter

„Zinstsunami“ haben wir unser „Großes Bild“ im neuen Substanz Investor 10/2026 überschrieben. Die Zahlen vom Redaktionsschluss sind bereits Makulatur. Die zehnjährige US-Rendite kletterte am Dienstag zeitweise auf 5,29%, so hoch wie seit 2007 nicht mehr, der 30-jährige Langläufer über 5,6%, den höchsten Stand seit 2002. Die großen US-Aktienindizes schlossen zwei Tage in Folge im Minus, die Bundesanleihe übersprang zeitweise 3,6%. Der Tsunami rollt, und das nicht nur in Amerika.

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Denkzettel für „unsere Demokratie“

Der Absturz der CDU bei der Wahl in Sachsen-Anhalt hatte historisches Ausmaß: Mehr als eine Halbierung auf 17,2% der Stimmen, während die gesichert rechts von ihr stehende AfD haushoch gewann. Ebenso historisch war das Wahldebakel in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU erstmalig die 5%-Schwelle unterschritt und damit aus dem Landtag fliegt.

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Zu guter Letzt: Ökonomen nennen es Staatsbankrott

Seit dem Jahr 2020 lebt Deutschland in der Stagnation: Unser BIP ist kaum höher als vor fünf Jahren, die Realeinkommen auch nicht. Kräftig gewachsen sind nur Geldmenge und Schulden. Noch hat diese kombinierte „Großzügigkeit“ von Notenbanken und Regierung weder zu viel Inflation noch zu hohen Zinsen geführt:

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Kai Hoffmann

Erfahrungsbericht: Ron Paul live

Ich bin nach Texas geflogen, um mit Dr. Ron Paul über Freiheit, unser Geldsystem und die Zukunft der USA zu sprechen. Was mich am Ende am meisten beschäftigt hat, war sein Optimismus. Da sitzt ein Mann, der seit Jahrzehnten vor Schulden, staatlicher Macht und den Folgen einer verfehlten Geldpolitik warnt – trotzdem glaubt er fest daran, dass sich etwas zum Besseren verändern lässt. Ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob ich diese Zuversicht mit 91 noch hätte.

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Dr. Holger Schmitz

Interview: „Aus der Schuldenfalle gibt es kein Entkommen“

Schmitz: Theoretisch vielleicht, aber praktisch? Keine Chance! Aus der Schuldenfalle gibt es kein Entkommen. Um den Schuldenberg abzutragen, müsste der Staat seine ausufernden Ausgaben zurückfahren. Dazu sehe ich jedoch keinerlei Bereitschaft. Ein Problem ist aber nicht nur die absolute Schuldenhöhe. Angesichts hoher Staatsdefizite wachsen die Schulden immer weiter, und damit steigen auch die Zinskosten.

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Klammer- & Klebe-Kanzler

Den Aktienkursen sind sie schlicht egal, die Wahlergebnisse von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Das kann man erstaunlich finden oder empörend. Auf jeden Fall aber sollte man es sich erklären. Denn es ist ein Muster, das sich wiederholt und das auf diese Weise Börsengewinne ermöglichen kann.

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Überreife Tomaten

Sprechen wir von der Realität. Schnell begreifen wir sie auf dem Wochenmarkt. Sind viele Tomaten da, gar einige überreife darunter, dann fällt ihr Preis. Zum Schluss sogar drastisch. Alles muss raus. So einfach funktioniert das. Regierungen haben Spin-Doktoren, Social-Media-Teams und Anstalten mit Haltung, um den Bürgern die Realität zu vernebeln, … ähm sie noch besser zu erklären.

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Ein Basispunkt Aufregung

43,8% – so viel holte die AfD am Sonntag bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, angeführt von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Die CDU des amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze schrumpfte um mehr als die Hälfte. Dritte wesentliche Entwicklung: die Wahlbeteiligung stieg von 60,3 auf 76,9%. Vor allem die politischen Kommentatoren waren danach aus dem sprichwörtlichen Häuschen und beschworen landauf, landab den Untergang von Demokratie und Wirtschaft.

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