Der 11.9.2001 hat sich tief ins kollektive Bewusstsein eingebrannt – das ist nicht zuletzt den schockierenden Filmaufnahmen von den Flugzeugeinschlägen ins World Trade Center zu verdanken, die in Dauerschleife weltweit über die Bildschirme liefen. Der paralysierten, aber wenig kritischen Öffentlichkeit wurden mit „Osama und seinen 19 Räubern“ auch umgehend die Schuldigen präsentiert, sodass der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus – mit Kriegen und Überwachungsexzessen im Gefolge – geradezu zur logischen Konsequenz für den Fortbestand des zivilisierten Westens stilisiert wurde. Kritische Stimmen waren dabei nicht erwünscht und hatten zudem einen schweren Stand, denn anders als heute war es vor genau einem Vierteljahrhundert nicht „en vogue“, offizielle Stellungnahmen zu hinterfragen oder auf Plausibilität und Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Umso spannender ist es, die Recherchen und Ungereimtheiten zu diesem epochalen Ereignis noch einmal zu durchleuchten, die Autor Wisnewski bereits im Jahr 2003 (!) in seinem Bestseller „Operation 9/11“ zusammengetragen hat. In seiner Neuauflage, die um ein brandaktuelles Vor- und Nachwort erweitert wurde, geht er zudem auf Fragestellungen ein, die sich erst im Laufe der Jahre ergeben haben – gab es überhaupt Flugzeuge oder wurden sie erst nachträglich in Videos eingearbeitet? Verunglückte bei Shanksville in Pennsylvania tatsächlich United-Airlines-Flug 93 oder sorgte ein Erdkampfbomber vom Typ A-10 Thunderbolt für einen Bombenkrater und den dazu erwartbaren Flugzeugschrott?
Fazit
Wer sauber arbeitet, gründlich recherchiert, eigene Gedanken und Schlussfolgerungen als solche kenntlich macht und Fehlinterpretationen verwirft, statt sie geradezubiegen, kann auch Jahrzehnte später noch hoch erhobenen Hauptes zu seinem Werk stehen. Welch Wohltat im Gegensatz zur politischen Maxime „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“. Prädikat: uneingeschränkt lesenswert!



