Kulmination der Konflikte

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Ralf Flierl,
Chefredakteur

Editorial 11/2026

Was in Frankreich zuletzt recht harmlos mit Demonstrationen gegen schlechte Bedingungen an Schulen und hohe Lebenshaltungskosten begonnen hatte, endete in massenhaften Zerstörungen, Plünderungen und Brandstiftungen sowie Hunderten von Verlezten und Festnahmen. Wer die Bilder und Videos davon aufmerksam studiert, sieht sofort, dass die Demos von „Profis“ gekapert wurden. Vor dem Hintergrund der völlig desolaten wirtschaftlichen Lage des zweitgrößten EU-Landes könnte man glatt zum Verschwörungstheoretiker werden.

Bei einem Haushaltsdefizit von 5,4% und einer Staatsverschuldung von rund 120% ist nichts mehr zu machen, was konventionell unter dem Begriff „Sanierung“ zu verstehen ist. Frankreich ist am Ende! Deutschland wäre das einzige EU-Land von Gewicht, welches überhaupt noch als Rettungsanker dienen könnte, aber die Dimensionen sind schlicht zu groß; davon abgesehen schwächelt auch noch die hiesige Wirtschaft. Am Ende wird die EZB mit einer Gelddruckorgie ungesehenen Ausmaßes gefordert sein, womit die Kaufkraft des Euro zu implodieren droht. Zudem wird man vermutlich in irgendeiner Weise auf das Vermögen der Bürger zugreifen.

Würde es ansonsten rund in der Welt laufen, wäre ich ja bereit, noch einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Tatsächlich bahnt sich aber für den wachen Beobachter in den beiden wichtigen Konfliktregionen Nahost und Ukraine jeweils eine Eskalation an, die in vielerlei Hinsicht die Situation hier in Europa zusätzlich verschärfen wird – insbesondere was das Thema Energieversorgung anbelangt.

Seit nunmehr 20 Jahren beschäftigen wir uns mit Kapitalschutz. Viele Artikel sind mittlerweile dazu im Substanz Investor erschienen. Im Prinzip ist fast alles zu diesem Thema gesagt. In der „Chronik einer angekündigten Enteignung“ finden Sie die wichtigsten SI-Artikel in einem Parforceritt ab S. 6 abgehandelt. Falls Sie einzelne Beiträge nachlesen wollen und nicht über die zurückliegenden Ausgaben verfügen, können Sie dies über unser Onlinearchiv tun (Login ist erforderlich, Zugangsdaten können an Abonnenten zugesendet werden).

Warum wir uns so lange schon mit diesen Themen beschäftigen? Weil bereits voraussehbar war, dass viele Maßnahmen irgendwann so, wie damals von uns beschrieben, nicht mehr umsetzbar sein würden. Zum Beispiel ist der anonyme Edelmetallkauf aktuell nur noch bis 2.000 EUR möglich. Aber auch die Einrichtung eines Kontos im EU-Ausland ist seit 2026 dank der EU-Bankenrichtlinie CRD VI nur noch schwer umzusetzen – mehr dazu im Gastbeitrag von Josef Schöftenhuber von der Active Synergy Consulting, welche im Übrigen für SI-Abonnenten ein kostenloses Beratungsgespräch bietet; siehe S. 12.

Vor der Beschäftigung mit dem Thema Kapitalschutz sollte man für sich selbst einiges geklärt haben; insbesondere die Frage, von welchem Szenario man für die Zukunft ausgeht, denn damit lassen sich die zu ergreifenden Maßnahmen grob umreißen. Der Beitrag „Eine Frage des Szenarios“ auf S. 14 gibt dabei Hilfestellung.

Eine unkomplizierte Möglichkeit, sein Kapital zu schützen, besteht im Kauf einer RealUnit-Aktie. CEO Daniel Stüssi erklärt im Interview auf S. 58 das Prinzip dahinter.

Und somit wünsche ich Ihnen kapitalschützende Erkenntnisse beim Lesen dieser Novemberausgabe!

Ralf Flierl

Chefredakteur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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