Langfristiger Kapitalschutz mit Edelmetallen, Minen und mehr
Während sich die Marktstimmung im Tech-Sektor vor dem Hintergrund gedämpfter KI-Erwartungen und korrigierender Chipaktien abkühlt, gewinnen der Kapitalschutz durch Sachwerte und der Kampf gegen die Inflation bei Investoren wieder deutlich an Relevanz. Vor diesem Hintergrund rücken Fonds mit einem Schwerpunkt auf Substanz und Sachwerten wie Edelmetalle abseits spekulativer Branchentrends in den Fokus. Edelmetalle fungieren langfristig als bewährter Schutz für den realen Kaufkrafterhalt. Das gilt weiterhin, auch wenn sie auf kurze Sicht u.a. wegen gestiegener Anleiherenditen und damit einer höheren Attraktivität verzinslicher Anlagen nicht in voller Pracht glänzen. Exzessive Staatsverschuldungen und der Trend zur Unabhängigkeit vom US-Dollar sorgen weiter für Nachfrage nach Gold. Silber, das auch industriell verwendet wird, ist aus Investorensicht ebenfalls einen Blick wert.
Das unterschätzte „Gold des kleinen Mannes“
Der SafePort Physical Silver 95+ (WKN: A0YEEL; +111% auf Sicht von drei Jahren) ist ein alternativer Investmentfonds (AIF) nach liechtensteinischem Recht. Der Fonds hält mindestens 95% in physischem Silber, das in einem Hochsicherheitslager außerhalb des Bankensystems im Fürstentum Liechtenstein gelagert wird. Auf Derivate zur Performancesteigerung oder Minimierung von Drawdowns wird bewusst verzichtet. Der AIF ist so strukturiert, dass Silber ohne Mehrwertsteuerbelastung gekauft werden kann. Zudem ist die Rückzahlung der Fondsanteile auch in physischem Silber möglich. Im von Martin Siegel gelenkten STABILITAS Silber+Weissmetalle (WKN: A0KFA1; +205,4% in drei Jahren und damit mehr als die Vergleichsgruppe) stehen vorrangig Silberminen (aktuell: 65%) im Fokus. Mit diesem Schwerpunkt ist das Portfolio volatiler als bei einem Goldminenschwerpunkt. Goldminen spielen mit 26% hier klar die zweite Geige. Als Beimischung kommen Platin- und Palladiumförderer hinzu. Zu den Ankerpositionen als liquiden Kerninvestments zählen Fresnillo und Coeur Mining. Neben den Branchengrößen investiert der Fonds schwerpunktmäßig in werthaltige Unternehmen mit mittlerer und geringerer Marktkapitalisierung. Die Bewertungen der Edelmetallminen sieht der Experte vor dem Hintergrund der Profitabilität der Gold- und Silberproduktion weiterhin als günstig an.
Juniors im Blick
Minenexperte Tobias Tretter verantwortet den Commodity Capital Global Mining (WKN: A0YDDD; +198,1% in drei Jahren und damit mehr als die Wettbewerber). Goldminen sind aktuell mit knapp 50% gewichtet, gefolgt von Kupfer- und Silberminen mit 25,5% bzw. 16,0%. Ein klarer Fokus liegt auf den renditestärkeren, aber auch vergleichsweise volatileren Juniors mit 92%. Der Fonds, der ausschließlich in politisch stabile Länder investiert, berücksichtigt auch klare Nachhaltigkeitskriterien. Zu den Top-Titeln zählen Midas Minerals und Rox Resources. Auf S. 27 lesen Sie eine Kolumne von Commodity-CEO Dana Kallasch zum Thema Value und Mineninvestments.
Valueorientierter Ansatz
Manuel Peiffer und Kai Hoffmann sind die Köpfe hinter dem KAMAXUS Resource Fund (WKN: A40X8Z; +56,6% seit Auflegung am 1.7.2025). Der Fonds investiert in Minenunternehmen aller Marktkapitalisierungen. Wachstumsstarke Nebenwerte treffen im Portfolio auf Large Caps, die bereits stabile Cashflows erzielen. Large Caps sowie Royalty- und Streaming-Unternehmen sind zu 50% vertreten; 50% entfallen auf Nebenwerte (30% Mid Caps sowie 20% Small- und Micro Caps). Der Ansatz ist valueorientiert und erlaubt zudem Zugang zu Private Placements, die einen Kauf von Aktien mit einem Abschlag auf den Marktpreis ermöglichen. Zu den aktuellen Top-Holdings zählen Liberty Gold und Agnico Eagle Mines. Auf S. 26 lesen Sie eine Kolumne von Manuel Peiffer über den M&A-Zyklus im Rohstoffsektor.
Wertschöpfung und Werterhalt
Der von Thomas Bartling verantwortete CONCEPT Aurelia Global (WKN: A0Q8A0; +90,6% in drei Jahren und damit mehr als die Vergleichsgruppe) setzt auf eine erprobte, erfolgreiche Strategie aus wertschöpfender Innovation mit Technologietiteln und Werterhalt durch Edelmetalle und ausgesuchte Minenaktien. Bei Bedarf kann in unsicheren Zeiten hochflexibel Cash gehalten werden. Zu den Top-Titeln auf der Aktienseite zählen Micron Technology und Advanced Micro Devices. Die physische Aktienquote liegt bei 77,1%. Mit Stand vom Ende September 2026 wurde die Aktienabsicherungsquote auf knapp 20% erhöht. Edelmetalle, u.a. abgebildet durch ETFs auf Gold und Silber der Zürcher Kantonalbank (ZKB), sind mit 15,5% gewichtet. Cash liegt bei 7,4%.
Schweizer Solidität trifft Edelmetalle
Beim Schmitz & Partner Global Defensiv (WKN: A0M1UL; +46,3% in drei Jahren und damit deutlich mehr als die Peergroup) steht der Kapitalschutzgedanke auf mehreren Beinen. Das Portfolio, das von Verschuldungs- und Eurokritiker Dr. Holger Schmitz gelenkt wird, enthält substanzhaltige Aktien (aktuell: 37,0%) mit Schweiz-Bias wie Novartis und Nestlé. Der Fokus der Investments liegt auf Starkwährungen. Insgesamt machen Schweizer Titel 56% des Aktienanteils aus. Das Edelmetallsegment decken ETCs auf Gold und Silber ab (19,7%). Cash (aktuell: 32,8%) kann bei Kursverlusten zum günstigen Einstieg genutzt werden.
Mit System
Die Investmentphilosophie des Monetalis Global Factor Fund (WKN: A2DREQ; +40,2% in drei Jahren und damit mehr als die Wettbewerber) ist durch die Österreichische Schule der Nationalökonomie inspiriert. Mit dem neuen Namen des von Marcus Meyer gesteuerten Multi-Asset-Dachfonds – zuvor: Monetalis Ruhestandsfonds – geht eine noch klarere strategische Positionierung einher. Ein globales US-Aktien-Kernportfolio (aktuell: 31% in S&P-500-ETFs) wird um ein faktorbasiertes Satellitensegment ergänzt. Als Faktoren stehen dabei Value, Momentum, Quality und Size im Vordergrund. Hinzu kommen Unternehmensanleihen. Eine strategische Goldposition und Goldmineninvestments runden die Strategie ab und sorgen für eine stabile Vermögensarchitektur.



