Das Jahr 2025 ist für die Schwellenländer besser gelaufen als vielfach befürchtet. Trotz der verschärften US-Zollpolitik und wachsender geopolitischer Unsicherheiten blieb ein breiter wirtschaftlicher Einbruch aus. Vielmehr zeigten sich die Volkswirtschaften der Emerging Markets widerstandsfähig.
Die klassische Kapitalmarkttheorie nimmt an, dass höhere Risiken mit entsprechend höheren Renditeerwartungen einhergehen. In der Praxis hat sich dieser intuitiv sinnvolle Zusammenhang aber nicht immer bewährt.
Die Kauflisten der Majors, also der Großkonzerne im Rohstoffbereich, werden interessanter, aber auch immer kürzer. Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions; M&A) sind im Rohstoffsektor selten Zufall, sondern ein Preis für Zeit.
Kolja Spöri: Ich war in allen Ländern und in allen Krisengebieten der Welt. Laut dem Auswärtigen Amt und dem widerwärtigen Staatsfunk hätte ich das alles nicht überleben dürfen. Viel wichtiger ist deshalb der Untertitel: „Auf Wahrheitssuche in den gefährlichsten Gebieten der Welt“.
Im Yukon misst man Zeit nicht in Quartalen, sondern in Wintern und in Unzen. Das dünn besiedelte Territorium im Nordwesten Kanadas, an der Grenze zu Alaska, ist eine der legendärsten Bergbauregionen Nordamerikas.
Seit unserem letzten Uranupdate im Juli 2025 kam ordentlich Bewegung in den Markt. So erreichte die Erholungsrally nach dem Crash im April Ende Oktober ihren Höhepunkt, als der Markt auf Ankündigungen eines 100 Mrd. USD schweren Investitionsprogramms der US-Regierung für neue Kernkraftwerke euphorisch reagierte.
Mit Aktien von Silberunternehmen konnte man 2025 gutes Geld verdienen. Im Vergleich zu dem spektakulären Preisanstieg des Metalls sind die meisten dieser Werte jedoch stark zurückgeblieben.
Agnico Eagle (WKN: 86032;(IK) liefert im dritten Quartal 2025 ein Zahlenwerk, das man im Goldsektor nur selten sieht: eine Rekordprofitmarge von 2.103 USD je Unze (bei 3.476 USD realisiertem Goldpreis und 1.373 USD Gesamtförderkosten) – das entspricht über 60% Gewinnmarge.
Wer heute noch glaubt, Werte seien die Leitwährung der Außenpolitik, hat die letzten Wochen verschlafen. Die regelbasierte Ordnung war ohnehin nur ein Narrativ der Sieger des Kalten Kriegs. Zumindest oberflächlich befolgt wurden die Regeln nur von denen, die es sich leisten konnten.
Manfred Hübner: Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Der von uns beschriebene fünffache Kontrollverlust ist tatsächlich die Zuspitzung eines Prozesses, den wir seit der Finanzkrise 2008 als „Bärenmarkt der Finanzkultur“ bezeichnen.