Die USA sorgen permanent für Schlagzeilen – explodierende Staatsverschuldung, unberechenbare Außenpolitik, gesellschaftliche Spaltung. Viele Anleger fragen sich mittlerweile, ob ihr Portfolio zu abhängig vom US-Markt ist.
Während Notenbanken, Politiker und Spekulanten die Märkte mit immer neuen Experimenten traktieren, bleibt eine Anlageklasse erstaunlich ruhig und verlässlich: seriöse Dividendenaktien.
Denkhaus: Als „Elliott Waver“ gebe ich oft marktkonträre Meinungen heraus, das liegt in der Natur der Muster. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Herausarbeiten von Analogien.
Dividendenaktien gelten als das Sparbuch 2.0 – verlässlich, langweilig, solide. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Die Wahrheit ist komplexer, und wer beide Seiten abwägt, stößt auf starke Argumente. Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Die hauptsächlich in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens tätige NLB Komercijalna Banka ist ein gutes Beispiel dafür, dass keine Wunderdinge geschehen müssen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Im konkreten Fall genügten eine günstige Bewertung und ein paar Jahre Zeit.
Nach den Verwerfungen infolge des Corona-Crashs, unter denen die Schwellenländer aufgrund von Kapitalabflüssen besonders gelitten haben, setzte zuletzt eine deutliche Erholung ein. Märkte wie Südamerika oder China konnten dabei die Leitbörse in den USA outperformen.
Kennen Sie noch Joe Biden? Wer sich an diesen Herrn noch erinnern kann, hat den Demenztest bestanden. Herzlichen Glückwunsch! Dabei ist es kaum mehr als ein Jahr her: Donald Trump verkündete am 20.1.2025 in seiner Antrittsrede den Beginn des Goldenen Zeitalters. Erinnern Sie sich.
Das Jahr 2025 ist für die Schwellenländer besser gelaufen als vielfach befürchtet. Trotz der verschärften US-Zollpolitik und wachsender geopolitischer Unsicherheiten blieb ein breiter wirtschaftlicher Einbruch aus. Vielmehr zeigten sich die Volkswirtschaften der Emerging Markets widerstandsfähig.
Die Kauflisten der Majors, also der Großkonzerne im Rohstoffbereich, werden interessanter, aber auch immer kürzer. Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions; M&A) sind im Rohstoffsektor selten Zufall, sondern ein Preis für Zeit.
Die klassische Kapitalmarkttheorie nimmt an, dass höhere Risiken mit entsprechend höheren Renditeerwartungen einhergehen. In der Praxis hat sich dieser intuitiv sinnvolle Zusammenhang aber nicht immer bewährt.