Mehr als 40 Jahre lang lief die Ertragsentwicklung der Unternehmen in den Indizes von MSCI in den USA (blaue Linie) und Europa (rote Linie) weitestgehend parallel. Doch ab 2012 beginnen die Gewinne extrem zu divergieren.
Der Herbst hat es doch noch geschafft, seinem Ruf als ausgesprochen lausige Börsenzeit gerecht zu werden. Weltweit gingen die Märkte auf Tauchstation. Allerdings lohnt es sich auch in diesem Fall, genauer hinzusehen.
Als ich vor rund 20 Jahren mit der Wertpapieranalyse begann, da stand das Studieren von Firmenbilanzen oder volkswirtschaftlichen Datenkränzen noch im Vordergrund.
So richtig in die Schlagzeilen hat es die Forderung der französischen Regierung nach einer Erhöhung der deutschen Investitionen nicht geschafft. Dazu war das Thema hierzulande wohl zu heikel.
Volatile Kursturbulenzen, wie sie in den vergangenen Wochen wieder einmal an den Weltbörsen zu beobachten waren, sind ein wichtiger Grund, warum viele Deutsche am liebsten die Finger von Aktien lassen.
Ein Gemisch aus konjunkturellen Wachstumsängsten, Gesundheitsrisiken (Ebola) und geopolitischen Gefahren (Ukraine-Krise, Terrormiliz ISIS) schürt zusammen mit der ohnehin langfristig vorhandenen Bürde einer viel zu ho.
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