Sichere Häfen sind gefragt – auch buchstäblich
Während die Entwicklung des Sektors an den breiten Indizes gemessen aktuell etwas blutleer wirkt, können einzelne Rohstoffe mit bemerkenswerten Kursbewegungen aufwarten.
Während die Entwicklung des Sektors an den breiten Indizes gemessen aktuell etwas blutleer wirkt, können einzelne Rohstoffe mit bemerkenswerten Kursbewegungen aufwarten.
Nachdem wir noch in der letzten Ausgabe einen zeitnahen Ausstieg aus dem deutschen Aktienmarkt vermutet hatten, hat sich das aktuelle Zünglein an der Waage, unser Sentimentindikator, für eine Richtungsänderung entschieden.
Im Großen und Ganzen folgt das strategische Grundvertrauen der Anleger den konjunkturellen Erwartungen und/oder den Zinstrends. Das ist ökonomisch rational – denn die Konjunktur bestimmt die Gewinnaussichten der Unternehmen und die Zinsen sind maßgeblich für die Bewertung des Aktienmarkts.
Die Zinsstrukturkurve (langfristige abzgl. kurzfristiger Zinsen) bleibt tief im Minusbereich (-1,25 nach -1,29 vor einem Monat). Die Zentralbanken lassen sich mit Zinssenkungen weiter Zeit.
Der DAX (vgl. Abb.) zeigt aktuell eine charttechnische „Traumkonstellation“. Gleich zwei große Formationen deuten in die gleiche Richtung und verstärken sich in ihrer Aussage. Es gibt nur einen kleinen Schönheitsfehler – beide Aussagen sind negativ.
Wo eigentlich liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? Sie scheinen fließend zu sein, dies ganz besonders, seit die Regierung auch „Meinungen unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ ins Visier genommen hat. Derart schwammige Formulierungen haben nur ein Ziel:
Über einen Mangel an Spannung konnten sich die Börsianer im abgelaufenen Monat nicht beklagen – gleich zwei politische Topereignisse ließen nicht nur ihnen den Atem stocken.
Die Vielzahl wirtschaftlich relevanter Daten hinterließ auch an den Rohstoffmärkten ihre Spuren. Vor allem die guten US-Arbeitsmarktdaten, die sich öffnende Zinsschere zwischen den USA und Europa sowie der Ausgang der Europawahl hoben den Dollar zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Anfang Mai.
Die internationalen Spielregeln für Gold haben sich seit dem Einfrieren der russischen Währungsreserven durch die USA und die EU im Jahr 2022 geändert.
Der seit letztem Dezember amtierende argentinische Staatspräsident Javier Milei besuchte Deutschland, um die Hayek-Medaille 2024 entgegenzunehmen. Die Argentinier mussten Jahrzehnte des Peronismus und eine Militärdiktatur erdulden, bevor sie für radikal marktwirtschaftliche Reformen reif waren.