
Chefredakteur
Editorial 06/2026
Die schon etwas länger auf dieser Welt lebenden Leser werden sich vermutlich an den legendären Film „Goldfinger“ erinnern – es war der dritte Teil aus der James-Bond-Reihe. Damals wurde der Agent 007 noch vom Engländer Sean Connery († 2020) und der Bösewicht Auric Goldfinger vom Deutschen Gert Fröbe († 1988) gespielt.
Auch wenn dieser Film kurz vor meiner eigenen Geburt (1965) in die Kinos kam, habe ich mich selbst doch immer mehr zum „kleinen Bruder“ des gelben Metalls, zum Silber, hingezogen gefühlt. Dies ließe sich an mehreren Details aus meinem Leben festmachen, deren Erklärung an dieser Stelle zu weit führen würde. Nur eines sei erwähnt: An meinem Ringfinger prangen seit bald 21 Jahren rund 10 Gramm Silber. Insofern bin ich täglich damit konfrontiert, sehe ich doch laufend – bewusst oder unbewusst – dieses helle, freundlich glitzernde Stück weißes Metall an meinem „Silberfinger“.
Der Ehering war eine Maßanfertigung und die Kosten lagen damals bei rund 350 EUR, der Materialwert des Silbers samt Aufschlag auf den Börsenkurs dürfte bei sage und schreibe etwa 3,50 EUR gelegen haben – bei einem damaligen Unzenpreis von ziemlich genau 6 EUR. Heute würde die Erstellung eines solchen Rings mindestens mit doppelt so viel, also ca. 700 EUR, zu Buche schlagen. Der Materialanteil läge aber bei rund 40 EUR – das entspricht mehr als einer Verzehnfachung in rund 20 Jahren!
Und was ist die Lehre aus dieser Geschichte? Edelmetalle, und in meinem Falle eben das Silber, konservieren Wert über die Zeit – und im Optimalfall legen sie sogar noch deutlich zu. Das kann man vom Euro, aber auch vom Dollar und sogar langfristig vom Schweizer Franken nicht behaupten.
Nachdem der Silberpreis in den letzten fünf Jahren deutlich angestiegen, aber insbesondere 2025 und Anfang 2026 regelrecht explodiert war, kam es in den letzten Monaten zu einer Preiskorrektur, die vom Hoch zum bisherigen Tief etwa 50% ausmacht. Genau hierin könnte jetzt die Chance für all diejenigen bestehen, die neu oder wieder einsteigen oder aber ihren Bestand aufstocken wollen. Die Fortsetzung des phänomenalen Bullenmarkts steht vermutlich bald an, wie unsere Titelgeschichte ab S. 30 zeigt.
Am Boom des weißen Edelmetalls lässt sich in mehrerlei Hinsicht teilnehmen. Physisch sind aufgrund der hiesigen Mehrwertsteuerthematik zugegebenermaßen gewisse Hürden gegeben. Galant lässt sich dies jedoch mit dem Investment in Aktiengesellschaften umgehen, welche nach Silber suchen, es abbauen oder Royalties darauf besitzen. Solche Titel werden im 135 Seiten umfassenden „Sonderreport Silber“ unseres Kooperationspartners „DER ROHSTOFF-KÖNIG“ ausführlich vorgestellt – eine Zusammenfassung davon finden Sie auf S. 54. Übrigens können Sie als Abonnent des Substanz Investor den „DER ROHSTOFF-KÖNIG“ inklusive des „Sonderreports Silber“ vergünstigt beziehen – mehr dazu auf S. 58.
Ein großer bunter Strauß an weiteren Themen erwartet Sie in dieser Ausgabe, darunter z.B. Beteiligungsgesellschaften (S. 6, 12, 13 und 59), inflationsinduzierte Anleihen (S. 46), deutsche Turnaround-Kandidaten im Small-Cap-Bereich (S. 42), volkswirtschaftliche Umverteilung (S. 18), die Rolle des Alphas bei der Geldanlage (S. 22), die Crack-up-Boom-These (S. 14) oder auch das Wesen von Vermögensverlusten (S. 16).
Ein erkenntnisreiches Lesevergnügen wünscht Ihnen
Ralf Flierl
Chefredakteur



