Felix Schleicher und Markus Walder leiten die VAA Value Advisors UG in München. Beide arbeiten seit 2001 zusammen und verfolgen seither ihren wertorientierten Investmentstil.
Hellener: 2021 hat uns gelehrt, dass Unsicherheit und wackelige Edelmetallpreise durchaus zusammenpassen. Der Edelmetallsektor blieb trotz gestiegener Inflationssorgen und des stark negativen Realzinses hinter den Erwartungen zurück.
Nachhaltiges Investieren ist in aller Munde und zu einem Standard für Institutionelle wie auch Privatkunden geworden. Die Finanzindustrie hat dieses Bedürfnis dankbar aufgenommen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass Investments in Schwellenländern keine Selbstläufer sind. Verglichen mit den entwickelten Volkswirtschaften waren die Renditen mager. Anlass zur Sorge gab u.a.
Das Fondsmusterdepot hat im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 4% eingefahren, während der MSCI World EUR mit -0,9% deutlich weniger verloren hat. Ein Grund für die überdurchschnittlichen Verluste war die Schwäche der vergleichsweise hoch gewichteten (Edel-)Metallfonds.
Paulsen: Die Notenbanken, allen voran die EZB, sind nicht mehr Herr im eigenen Haus. Durch die immensen Aufkaufprogramme hat die EZB die Schuldenorgien in vielen EU-Mitgliedstaaten extrem unterstützt. Statt geplanter Schuldenrückführung sind die Schulden seit der Finanzkrise geradezu explodiert.
Die Welt befindet sich nicht nur in der Corona-Pandemie, wir sind auch mitten in einer globalen Schuldenkrise. Schon letztes Jahr haben die Staaten, unterstützt von ihren jeweiligen Zentralbanken, massiv Schulden aufgenommen – und es ist kein Ende in Sicht. Wie bekommen wir den Geist wieder in die Flasche.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit 2005 hat das Wachstum des ETF-Markts deutlich zugenommen. Laut Statista stieg das weltweit in ETFs investierte Vermögen von 2005 mit 417 Mrd. USD auf satte 7.737 USD im Jahr 2020 – eine Verachtfachung in 15 Jahren.
Im Vergleich zum Vormonat hat das Fondsmusterdepot um 3,2% zugelegt, während der MSCI World EUR mit 5,2% ein dickeres Plus einfahren konnte. Ein Grund: Der US-lastige MSCI World hat durch die Stärke des Dollar gegenüber dem Euro deutliche Währungsgewinne verbucht.
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