Stiller Abstieg
Die KI-Revolution ist real. Dennoch sackte der NASDAQ-100 um satte sechs Ränge auf Platz 23 ab, was ihn zum größten Periodenverlierer machte – trotz der im Stundentakt verkündeten Jahrhundertchancen.
Die KI-Revolution ist real. Dennoch sackte der NASDAQ-100 um satte sechs Ränge auf Platz 23 ab, was ihn zum größten Periodenverlierer machte – trotz der im Stundentakt verkündeten Jahrhundertchancen.
Der Abstand zwischen den langfristigen und kurzfristigen Zinsen vergrößert sich wöchentlich und liegt bei 0,58 Punkten. Erst bei einem Wert unter null droht Gefahr durch eine Rezession.
Zum deutschen Aktienmarkt liegt aktuell eine zwiespältige Datenlage vor. Positiv ist, dass sich das strategische Grundvertrauen seit Wochen verbessert. Vor allem die professionellen Anleger zeigen sich erstaunlich zuversichtlich.
Wenn es um den Bitcoin geht, ist das Verhalten der sogenannten Wale – das sind Wallets mit mehr als 1.000 BTC – von besonderem Interesse. Wer über derartige Bestände verfügt, kann die Kurse in Bewegung bringen; manch einer will das sogar. Aufschlussreich ist das abgelaufene Jahr 2025.
Bundeskanzler Friedrich Merz spricht gerne klar aus, was sein jeweiliges Publikum hören will. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) dekretierte er: „Die Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen Menschenwürde und Grundgesetz wendet.“ Das klingt staatstragend, ist aber juristischer Unfug, wie der Blogger Hadmut Danisch (danisch.de) ausführt.
Im neuen Jahr scheinen die Karten an den US-Märkten neu gemischt zu werden. Während über Jahre die Tech-Giganten des NASDAQ 100 unangefochten führten, waren die Werte der zweiten Reihe zu einem Schattendasein verurteilt. Zwar ist auch der Russell 2000 (Abb., oben) während der letzten drei Jahrzehnte deutlich angestiegen, in der Regel aber bedeutend langsamer als der Technologieindex.
Während Notenbanken, Politiker und Spekulanten die Märkte mit immer neuen Experimenten traktieren, bleibt eine Anlageklasse erstaunlich ruhig und verlässlich: seriöse Dividendenaktien. Sie bieten etwas, das in Zeiten von KI-Hypes, Zinsmanipulation und geopolitischen Schocks rar geworden ist, nämlich die relative Planbarkeit laufender Einnahmen.
In der letzten Ausgabe hatten wir an dieser Stelle noch angekündigt, dass wir uns vom Jahreswechsel einige interessante Impulse erwarten: Denn üblicherweise wird von den großen Kapitalsammelstellen in den letzten Handelstagen vor allem Windowdressing betrieben, während dann zum Handelsstart wieder mehr auf Basis echter Überzeugung agiert wird.
Unser Konjunkturindikator gibt weiterhin grünes Licht. Der Abstand zwischen den langfristigen und kurzfristigen Zinsen in Europa und den USA vergrößert sich wöchentlich.
Die deutschen Aktien haben einen guten Start ins neue Jahr hingelegt. Obwohl das strategische Grundvertrauen der Anleger weiter relativ gering ist, sorgte 2026 und damit die Hoffnung, Deutschland möge seine wirtschaftliche Stagnationsphase überwinden, für Kaufbereitschaft. Die sentix Konjunkturindizes, die als erste Frühindikatoren den Reigen der Konjunkturbarometer eröffneten, sorgten dabei für den entsprechenden Kontext.