Folgt das vierte Jahr mit zweistelligen Kursgewinnen?
Die Zinsstruktur ist nun wieder leicht gestiegen. Eine Rezession steht nicht vor der Tür, doch ein echter Konjunkturaufschwung wohl ebenso wenig.
Die Zinsstruktur ist nun wieder leicht gestiegen. Eine Rezession steht nicht vor der Tür, doch ein echter Konjunkturaufschwung wohl ebenso wenig.
Kurz vor Weihnachten zeigt sich der Deutsche Aktienindex erneut von seiner besten Seite. Die Kurse liegen wieder knapp an ihrem Jahreshoch, was in Anbetracht der doch bescheidenen konjunkturellen Aussichten verwundert. Im Dezember liegen die sentix-Konjunkturdaten nämlich weiter auf Rezessionsniveau.
Die Bitcoin-Baisse hat inzwischen ihre Spuren im langfristigen Chartbild (Abb.) hinterlassen. Der Aufwärtstrend seit 2012 hat sich erneut nach unten aufgefächert (Abb., gestrichelte rote Linien). Bestenfalls entsteht aus dem Durchbruch zeitnah eine weitere Fächerlinie. Umkämpft ist aktuell zudem der 2015er Trend (Abb., blaue Linie). Sollte dieser nachhaltig fallen, wäre die Bitcoin-Party aber wohl erst einmal vorbei.
Anfang 1980 erreichte Silber erstmals die Marke von rund 50 USD/Feinunze (Abb., oben). Danach wurde es auf Jahre hinaus still. Erst 2011 kam es zu einem erneuten Anlauf, der fast auf den Cent genau am gleichen Niveau scheiterte. Dann dauerte es bis Oktober 2025 – weitere 14 Jahre! –, bis die inzwischen „magische“ Marke wieder angegriffen und schließlich überwunden wurde.
Das Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte hat rund 1 Mrd. EUR Altersvorsorgegelder in zweifelhaften Investments versenkt. Wirtschaftsprüfer und Staatsanwälte sprechen von massiven Pflichtverletzungen und möglichen Straftaten. Nun drohen Rentenkürzungen von bis zu 50%. Jahrzehntelang wurde die schöne Geschichte vom berufsständischen Versorgungswerk als Bollwerk gegen die Launen der Kapitalmärkte erzählt – solide, seriös, fernab von jeglicher „Zockermentalität“.
Die Inflation in den USA klebt hartnäckig bei knapp 3% p.a. Die Hoffnung, dass hier schnell zu den Zinstiefs der 2010er Jahre zurückgekehrt würde, erwies sich bislang als Wunschdenken. Die Fed hat zwar am 10.12. den erwarteten kosmetischen Zinsschritt nach unten gemacht, ein Leitzinskorridor von 3,50% bis 3,75% liegt aber weiter deutlich oberhalb dessen, was die Sucht der Wall Street nach billigem Geld befriedigen würde.
Man merkt: Die Stimmung hat gedreht. Die Deutsche Goldmesse im November in Frankfurt verbuchte Rekordzahlen bei teilnehmenden Bergbauunternehmen und Besuchern – kein Wunder bei zum Teil mehreren 100% Kursgewinn bei kleinen Minenwerten im letzten halben Jahr.
Der argentinische Aktienmarkt kannte zuletzt nur Extreme: Entweder führte er die Tabelle über Monate hinweg an oder er stürzte in die Tiefe, wo er dann ebenfalls Monate verbrachte. Hintergrund ist die Politik. Argentinien hat mit Javier Milei einen libertären Präsidenten, der mit Jahrzehnten sozialistischer Miss- und Vetternwirtschaft aufräumt.
Die Zinsstruktur (0,42 Punkte) stagniert zwar seit Oktober, doch eine Weltrezession ist nicht in Sicht.
Es war eine kalte Dusche, welche die Anleger zur Monatsmitte November ereilte. In der ersten Wochenhälfte sah es noch so aus, als würde der deutsche Aktienmarkt die erhoffte und saisonal übliche Jahresrally starten – doch in der zweiten Wochenhälfte führten dann Sorgen über eine mögliche Blase bei den hoch bewerteten KI-Aktien sowie Unruhen im Bereich der Kryptowährungen zu einem Abverkauf.