Zu guter Letzt – Zwiespältiges Bild
Ein Ausblick für Anleger auf das Jahr 2024 muss zweigeteilt sein. Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen Fakten, auf der anderen die politischen.
Ein Ausblick für Anleger auf das Jahr 2024 muss zweigeteilt sein. Auf der einen Seite stehen die wirtschaftlichen Fakten, auf der anderen die politischen.
In Deutschland wird Abschalten und Aussteigen propagiert und perfektioniert. In Vergessenheit gerät bisweilen das Einsteigen & Aufsteigen. Doch auch das ist (noch) möglich in unserem Land. Wörtlich und im übertragenen Sinn.
In der letzten Woche kündigten wir die Allzeithochs noch an, nun haben wir sie gesehen. Doch der Reihe nach. Was viele überraschen wird, Gold, das vermeintlich „tote Kapital“, bescherte den deutschen Anlegern in den letzten fast 25 Jahren einen größeren Zugewinn als DAX-Aktien.
Der Verlauf der Edelmetallpreise stellt Gold- und Silberfans immer wieder auf eine harte Bewährungsprobe. Seit dem Jahr 2020 kommen die Goldnotierungen in US-Dollar nicht mehr recht voran.
Kaum ein Begriff wird in Sonntagsreden so sehr auf das Podest gehoben wie derjenige der Freiheit – und keiner wird mit Alltagstaten so routiniert mit Füßen getreten und verhöhnt. Das Besondere am „freien Westen“ war nicht die Himmelsrichtung.
Argentinien hat gewählt. Der neue Präsident Javier Milei will nach fast einem halben Jahrhundert überwiegend sozialistischer Gängelung, Bürokratisierung und Korruption – 40% der dortigen Bevölkerung sind verarmt, auch wegen der zuletzt bei 140% liegenden jährlichen Teuerung – komplett andere Saiten aufziehen.
Abstieg und Baumann: Wer A sagt, muss auch B nennen. In die Zeit des früheren Bayer-Bosses Werner Baumann fiel die Entscheidung zum Kauf des US-Konkurrenten und Glyphosat-Herstellers Monsanto. Bayer (WKN: BAY001) verleibte sich Monsanto 2018 ein – und wird seitdem in den USA mit Milliardenklagen wegen Gesundheits- und Umweltschäden überzogen, die das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verursachen soll.
Schlagartig wurden die Aktienanleger in die beste aller Welten gebeamt – zumindest fühlt es sich so an: die Börsen haussieren, der Bulle brüllt. Denn das Schreckgespenst des US-Government-Shutdowns verschwindet gerade wieder in der Kulisse. Die Rezession scheint zudem abgesagt, und die Notenbanken lassen die Zinsen vorerst nicht weiter steigen.
Startet im Moment die Herbstrally, oder ist es eine weitere Bullenfalle? Zucken die Kurse also nur kurz hoch und locken die Investoren, um dann wieder böse einzubrechen? Für eine Herbstrally sprechen Gründe, gute Gründe: Zunächst ist da die Statistik:
Die angespannte weltpolitische Lage hält weiter auch die Börsianer in Atem. Die Zeiten, als man sich auf die Analyse von Aktien konzentrieren konnte, sind erst einmal vorbei. Zu übermächtig und erratisch sind die Impulse, welche die Märkte derzeit aus der (Geo-)Politik erhalten und verarbeiten müssen. Insbesondere beim Krieg in Israel stehen die Zeichen auf Sturm.