Zu guter Letzt: Rom hatte Zeit

Kein Imperium fällt im Vakuum, und die relative Stärke verschiebt sich lange vor dem sichtbaren Kollaps. So heißt es über Amerika. Beides trifft zu. Wer den Aufsteiger allerdings nur als Messgerät für fremden Niedergang liest, übersieht die eigentliche Nachricht: China ist der zweite Patient im selben Wartezimmer. Die Akte des ersten kennen Sie bereits.

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Buchbesprechung: „Operation 9/11: Das Buch, das eine ganze Bewegung prägte“

Der 11.9.2001 hat sich tief ins kollektive Bewusstsein eingebrannt – das ist nicht zuletzt den schockierenden Filmaufnahmen von den Flugzeugeinschlägen ins World Trade Center zu verdanken, die in Dauerschleife weltweit über die Bildschirme liefen. Der paralysierten, aber wenig kritischen Öffentlichkeit wurden mit „Osama und seinen 19 Räubern“ auch umgehend die Schuldigen präsentiert, sodass der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus – mit Kriegen und Überwachungsexzessen im Gefolge – geradezu zur logischen Konsequenz für den Fortbestand des zivilisierten Westens stilisiert wurde.

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Buchbesprechung: „Der Almanach von Elon Musk“

Keine weitere Biografie und auch keine anekdotische Nacherzählung der wichtigsten Stationen im Leben des visionären Erfolgsmenschen Elon Musk – vielmehr lässt Erfolgsautor Eric Jorgenson den reichsten Mann der Welt selbst zu Wort kommen und ermöglicht dadurch einen unverfälschten Eindruck von Musks Mindset sowie dessen Antriebsquellen und Ambitionen. Und dabei alles unter dem Gesichtspunkt, inwiefern Leser dies als wertvolle Blaupause für eine erfolgreichere Gestaltung des eigenen Lebens nutzen können.

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Leserbriefe September 2026: Alles außer Mainstream

Mit der Ausgabe 8/2026 ist Ihnen ein tolles Heft gelungen. Ich finde insbesondere den Artikel „Abrakadabra – und weg war sie ...“ zur Schließung des Goldfensters sehr gelungen. So etwas liest man im Mainstream eher nicht. Im Artikel wird erwähnt, dass die Vormachtstellung des Dollar – trotz der Entkoppelung vom Gold – bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist. Grund dafür sei das Petrodollarabkommen aus dem Jahre 1974. Können Sie das näher erklären?

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Mehr über den Artikel erfahren Interview: „Börse ist immer Börse geblieben“
Manfred Hübner und Patrick Hussy

Interview: „Börse ist immer Börse geblieben“

Hübner: Eine einzelne Woche herauszugreifen, ist schwer. Im Gedächtnis bleibt die erste: 100 Adressen im Verteiler, 50 Teilnehmer. Prägend sind seither eher Ereignisse als Wochen. Bei starker Polarisierung und negativen Stimmungsextremen stehen die Chancen gut. Dazu kommen Wochen, in denen uns die Daten überraschen: So sprang Anfang Juni der Konjunkturindex nach oben, während wir noch über das Ende der Merz-Regierung diskutierten.

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Zu guter Letzt: Preis und Wert

Ein Zyniker, so wusste schon Oscar Wilde, ist einer, der von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt. An der Börse hat er einen nahen Verwandten: den Momentumstrader, der einzig auf die Kursentwicklung schielt, während ihm echte Werte herzlich egal sind.

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Mehr über den Artikel erfahren Buchbesprechung: „Zero Sum Mindset“
„Zero Sum Mindset: Die Nullsummenfalle – warum alle mehr gewinnen, wenn wir anders denken“ von Rainer Zitelmann; Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag; 224 Seiten; 18,00 EUR

Buchbesprechung: „Zero Sum Mindset“

Der Nullsummenglaube – international bekannt unter „Zero Sum Mindset“ – hat seine Ursprünge in der Spieltheorie, wo er als Nullsummenspiel Berühmtheit erlangt hat. Konstituierendes Merkmal ist, dass „die Gesamtsumme aus Gewinnen und Verlusten aller Spieler bei jedem Spielausgang gleich groß ist“. Gewinne sind folglich nur auf Kosten anderer möglich, „Win-win-Situationen“ ausgeschlossen.

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Mehr über den Artikel erfahren Buchbesprechung: „Unternehmer sind nicht das Problem, sie sind die Lösung“
„Unternehmer sind nicht das Problem, sie sind die Lösung“ von Weiying Zhang; Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag; 400 Seiten; 30,00 EUR

Buchbesprechung: „Unternehmer sind nicht das Problem, sie sind die Lösung“

Der Aufstieg der populistischen Linken, freundlich begleitet von den öffentlich-rechtlichen Mainstreammedien, müsste eigentlich jeden studierten Volkswirt und Geschichtswissenschaftler in den Amok treiben. Staatlicher Interventionismus, von der Politik verordnete Umverteilung, Planwirtschaft und leistungsfeindlicher Hass auf „die“ Reichen und Unternehmer bringen zwar die Wählerstimmen der Minderleister und Versager, ganz sicher jedoch nicht allgemeinen Wohlstand und wirtschaftliche Innovation.

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Leserbriefe August 2026: Über Prognosen und Philosophisches

Im Heft SI 6/2026 empfahlen Sie Petrobras zum Kauf („Buy“) und ASML zum Verkauf („Goodbye“). Seitdem fällt Petrobras und ASML steigt. Sollte man Ihre Empfehlungen besser als Kontraindikator nutzen?

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Mehr über den Artikel erfahren Interview: „Die Energiepreise steigen stärker, als alle glauben“
Dr. Jens Ehrhardt

Interview: „Die Energiepreise steigen stärker, als alle glauben“

Dr. Jens Ehrhardt: Von den Reformen bleibt wenig, die machen vielleicht 0,2% des BIP aus. Bei kleineren und mittleren Einkommen gibt der Staat etwas dazu, rund 10 Mrd. EUR, aber das wird durch die Höherbelastung bei der Krankenversicherung, bei den Besserverdienenden und Unternehmen gleich wieder aufgezehrt. Unterm Strich bleibt den Leuten nichts, es gibt keine Stimulierung des Konsums. Trotz der enormen Neuverschuldung – rund 1 Bio. EUR vor einem Jahr – sieht man volkswirtschaftlich wenig.

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